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Konzept

Krippen

ABC

 

 

                   

 

 

 

 

                                          Januar 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    Krippen ABC

 

 

 

 

Wir begrüßen Sie und Ihr Kind in unserer Kindertagesstätte.

Die Arbeit in der Kindertagesstätte Paul-Gerhardt geschieht entsprechend den von der

19. Landessynode der ev.- luth. Landeskirche Hannovers am 23. Mai 1979 beschlossenen „Grundsätzen für die Arbeit in evangelischen Kindergärten/Kindertagesstätten und Kinderspielkreisen“ (Kirchl. Amtsblatt Seite 98-101).

 

Für den Kirchenvorstand der Paul- Gerhardt- Gemeinde ist kirchliche Kindergartenarbeit im Auftrag der Kirche begründet. Er versteht diese Aufgabe deshalb auch als Verkündigung und Diakonie für Kinder. Damit möchte er das Elternhaus in der Verantwortung für die Erziehung der Kinder unterstützen und/oder ergänzen.

 

Unsere Kindertagesstätte ist grundsätzlich offen für alle Kinder, auch für Kinder aus Elternhäusern anderer Konfessionen, anderer Religionen oder ohne kirchliche Bindung. Wir verstehen unsere Kindertagesstätte als einen Teil unserer Kirchengemeinde, die sie trägt. Dass bedeutet, dass unsere Kindertagesstätte Anteil an der Verkündigung und Diakonie unserer Gemeinde hat und sie zusammen mit uns wahrnimmt. Die allgemeinen pädagogischen Grundsätze der Arbeit in unserer Kindertagesstätte stehen im Zusammenhang mit der Botschaft von Jesus Christus. Damit die Kinder in ersten Ansätzen verstehen, worauf sich christliches Leben gründet, werden verschiedene Angebote gemacht.

 

Um Ihnen und Ihrem Kind den Eintritt in seine neue Lebenswelt, in der es künftig einen großen Teil seiner Zeit verbringen wird, zu erleichtern, haben wir diese Broschüre zusammengestellt. Sie enthält Antworten auf wichtige Fragen, die Sie im Zusammenhang mit der neuen Umgebung Ihres Kindes bewegen werden. Für alle weiteren Fragen stehen Ihnen die Erzieherinnen und die Leiterinnen gern zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Wenn wir in dieser Broschüre von Eltern sprechen, meinen wir selbstverständlich auch die alleinerziehenden Mütter und Väter.

 

Gibt es etwas Aufregenderes, als ein kleines Kind heranwachsen zu sehen, zu erleben, wie es allmählich seine Kräfte entwickelt, wie es sich mit einer großen Vielfalt von Ausdrucksmöglichkeiten in der Welt orientiert, Kontakt zu uns aufnimmt, Beziehungen entwickelt, zu laufen und sprechen beginnt?

 

In Achtung und Respekt vor dieser zum Ausdruck kommenden Individualität begegnen wir dem einzelnen Kind.

Wir wissen, dass wir eine Aufgabe zu leisten haben, die von uns eine hohe Verantwortung verlangt, die oftmals in ihrer Anforderung schwer wiegt, die aber immer ihren Sinn und ihre Bedeutung für uns aus dem Bewusstsein heraus erhält, was wir hier tun: Kindern die Chance zu geben, sich im Zusammenspiel zwischen ihren Eltern und uns zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

 

Grundsätzlich orientiert sich die pädagogische Arbeit der gesamten Kita Paul-Gerhardt am Kita ABC, dem Konzept der Kita.

Um den besonderen Anforderungen bei der Betreuung von 0-3 Jährigen gerecht zu werden, erweitern wir hiermit unser Kita ABC um ein Krippen ABC.

A

Anfang

Die ersten Tage in der Krippe.

Sanft eingewöhnen, vertraut werden.

 

Damit der Wechsel von der vertrauten Familie in die noch fremde Tagesstätten-Umgebung für Ihr Kind möglichst harmonisch verläuft, ist es wichtig, dass Sie als Eltern diese Eingewöhnungsphase begleiten.

 

Manche Kinder reagieren trotz der Anwesenheit von Mutter und Vater zunächst mit Angstgefühlen auf die neue Umgebung. Diese Unsicherheit bewältigt das Kind schneller, wenn zu Beginn eine vertraute Person mit in der Krippe bleibt.

Die Eingewöhnungsphase kann mehrere Wochen dauern. Über den genauen Ablauf der Eingewöhnungszeit sprechen Sie bitte mit den Erzieherinnen oder der Leitung.

 

 

B

Bildung

 

Seit 2012 sind die Handlungsempfehlungen zum „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder“ in Kraft getreten.

In den Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren wird der Bildungsauftrag der Öffentlichkeit deutlich gemacht.

 

Die Handlungsempfehlungen verfolgen Bildungsziele in Lernbereichen und Erfahrungsfeldern:

 

  1. Wahrnehmung
  2. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
  3. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
  4. Körper – Bewegung – Gesundheit
  5. Sprache und Sprechen
  6. Lebenspraktische Kompetenzen
  7. Mathematisches Grundverständnis
  8. Ästhetische Bildung
  9. Natur und Lebenswelt
  10. Ethische und religiöse Erfahrungen – Grunderfahrungen menschlicher Existenz

 

Die Lernbereiche und Erfahrungsfelder umfassen die Vielfalt und die unterschiedlichen Dimensionen des kindlichen Lernens, es soll Kindern eine selbsttätige, handelnde Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt ermöglichen. Die Bildungsziele der Handlungsempfehlungen werden in der Krippe umgesetzt.

Die Handlungsempfehlungen für Bildung und Erziehung können im Büro ausgeliehen werden.

 

Bewegung

Bewegung ist mehr, als umgangssprachlich darunter verstanden wird. Sie verbindet Körper und Geist.

Bewegung umfasst körperliche Aktivität und geistige Fähigkeiten, d.h.: Arbeitet der Körper, ist auch der Kopf in Aktion.

 

Uns ist es wichtig, dass wir Ihrem Kind durch unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten und Angebote optimale Voraussetzungen für kindliche Lernprozesse bieten. Damit meinen wir zum Beispiel:

 

  1. ohne Rückwärtsgehen kein Rückwärtszählen
  2. schnelles Wahrnehmen, Verarbeiten und Reagieren.

 

Wir bieten den Kindern freie Bewegung und gezielte Übungen. Am Donnerstagvormittag wird in der Halle der KiTa geturnt.

Dafür sind die Erzieherinnen besonders geschult.

 

 

Basteln

Neben vielen wichtigen anderen Tätigkeiten gehört auch das Basteln zum Krippen-Alltag und findet bei unterschiedlichen Aktionen statt.

Der Umgang mit Klebe, Schere, Papier, Farben etc. wird dabei erlernt.

 

 

C

Christliche KiTa

 

Wir sind eine evangelische Kindertagesstätte und möchten das religiöse Bedürfnis der Kinder stillen. Dies erzählt durch das Erzählen und Gestalten biblischer Geschichten, das Singen christlicher Lieder und das Feiern christlicher Feste. Wir reden mit Kindern und Erwachsenen über unseren Glauben. Wir beten als Danksagung für Nahrung, für die Menschen an der Seite der Kinder, für ihr eigenes Leben und als Trost und Hoffnung in der Not. Es ist uns wichtig, christliche Werte und Inhalte zu vermitteln.

Wir sind eingebunden in eine Gemeinschaft, deren Handeln sich am christlichen Menschenbild orientiert. Wir sehen jeden Menschen als einmaliges Geschöpf Gottes, angenommen und geliebt.

Wir sehen uns nicht als Insel, sondern haben vielfältige Beziehungen zur Kirchengemeinde.

 

 

 

Wir gehören zur Gemeinde!

 

 

Ev.- luth.Kirchengemeinde                                                 Kindertagesstätte

Paul-Gerhardt                                                                           

 

 

Teilnahme am Gemeindeleben

Gemeindefeste

Familiengottesdienste

Kindergottesdienste

Krabbelgottesdienste

 

D

 

Der Anfang und das Ende / Bring-und Abholphase

 

Diese beiden Situationen haben für die Kinder und die Eltern eine hohe Bedeutung, weil sie entscheidend sind für einen gelungenen Einstieg in den Tag und für ein Tagesende, das den Ausklang für einen gelungenen Kita-Tag darstellt.

Die Begrüßungssituation ist für uns eine besondere Situation der Kontaktaufnahme zu den Eltern und Kindern. Wir wissen, dass die Trennung zwischen Eltern und Kindern eine besondere Anforderung an diese ist, zudem oftmals verbunden mit zeitlichen Drucksituationen auf Seiten der Eltern. Unser Ziel ist es, eine offene, freundliche und entspannte Begrüßungssituation zu gestalten. Die Eltern sollen die Sicherheit haben, dass ihr Kind gern in der Kita bleibt und sie sollen die Chance haben, alle wichtigen Informationen an die Erzieherinnen ihres Kindes weiterzugeben, die für das Wohl des Kindes an diesem Tag wichtig sind. Wir heißen die Kinder offen willkommen, aber wir haben Respekt vor ihrer Entscheidung, wie sie ihren Tag beginnen wollen: im engen Kontakt zu ihrer Erzieherin, im Spiel mit ihren Freunden, in einer selbst bestimmten Aktivität etc.

Auch die Abschiedssituation ist eine wichtige orientierende Erfahrung für Kinder und Eltern. Die Eltern möchten wissen, was ihre Kinder an diesem Tag erlebt haben und sie haben ein Anrecht auf wichtige Informationen, die ihr Kind an diesem konkreten Tag betreffen. Wir legen einen großen Wert auf diese Austausch- und Informationsgespräche mit den Eltern.

Der individuelle Abschied von jedem einzelnen Kind wird von uns sehr ernst genommen, als Achtung vor seiner Person und als Symbol für den Abschluss seines Tages in der Kita.

 

 

E

Eingewöhnung

Für jedes kleine Kind ist die Aufnahme in eine Kindertagesstätte und die damit verbundenen Trennung von seinen Eltern eine große Herausforderung und eine außergewöhnliche Erfahrung in seinen jungen Lebensjahren. Noch höher anzusiedeln ist dies bei Kindern unter 3 Jahren.

Schon das kleine Kind bringt Kompetenzen mit, um seine neue Umgebung wahrzunehmen und es mutig und mit Neugierde zu erforschen. Dieses gelingt, wenn es die Vertrautheit und den Schutz seiner Bezugspersonen im Hintergrund verspürt und sich in diesen „sicheren Hafen“ zurückziehen kann, solange es in der neuen Umgebung diesen Schutz braucht.

Deshalb ist unser Anspruch, diesen Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte für die Kinder so behutsam und sorgfältig, den Entwicklungsschritten des einzelnen Kindes angemessen, zu gestalten.

Die Gewöhnung an neue Bezugspersonen, das Erlebnis der Begegnung mit anderen Kindern, die Orientierung in der neuen Umgebung und die Anpassung an den neuen Tagesablauf sind Erfahrungssituationen, die nach unserer Erfahrung Zeit brauchen und von Kind zu Kind unterschiedlich sind. Wir wollen jedem einzelnen Kind diese Zeit geben, um eine positive Anfangserfahrung herzustellen und dem Kind damit gleichzeitig einen bedeutsamen Entwicklungsschritt in seiner Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen.

 

Von unserer Seite fühlt sich deshalb für die Zeit der Eingewöhnung jeweils eine Erzieherin für das Kind und seine Eltern verantwortlich. Sie wird Schritt für Schritt zunächst in Gegenwart seiner vertrauten Bezugspersonen einen Kontakt aufbauen und es unterstützen, seine neue Umgebung kennen zu lernen und zu erforschen. Das Kind wird nicht bedrängt werden, sondern es hat die Zeit, die es braucht, um Vertrauen in die neue Bezugsperson aufzubauen und Sicherheit in der neuen Umgebung zu finden. Ist dieser Eingewöhnungsschritt gelungen und genügend stabil, werden die Eltern sich für bestimmte, verabredete Zeiträume aus der Gruppe des Kindes zurückziehen, immer aber noch in der Kindertagesstätte präsent sein, um bei plötzlich auftretender Traurigkeit wieder für das Kind da zu sein. Auch diese Zeit währt so lange, bis ohne die Eltern für das Kind in der neuen Umgebung eine entsprechende Sicherheit gewachsen ist. Im nächsten Schritt verlassen dann die Eltern für eine verabredete Zeit das Haus. Das Kind lernt in dieser Phase wenn es Zuspruch und Schutz braucht, sich an die vertraute Bezugserzieherin zu wenden. Erst wenn es sich in diesem Eingewöhnungsschritt stabil und ausgeglichen in der Gruppensituation verhält, kann es die vereinbarte Betreuungszeit in der Kindertagesstätte bleiben.

Dieser Eingewöhnungsprozess heißt „Berliner Eingewöhnungsmodell“ und ist ohne die Beteiligung und Bereitschaft der Eltern, sich auf einen längeren Zeitraum der Mitgestaltung einzulassen, nicht möglich. Zu Beginn und immer wieder zwischendurch wird zwischen der Erzieherin und den Eltern genau das weitere Vorgehen vereinbart. Wir planen, dass in Abhängigkeit von dem einzelnen Kind die Eingewöhnungszeit zwischen drei und sechs Wochen liegt. Auf diesen Zeitraum sind wir eingestellt und die Eltern sollten im Interesse ihrer Kinder diesen Zeitraum ebenfalls einplanen. Die Eltern und wir werden Kinder erleben, die eine neue Welt für sich mit positiven Erfahrungen erobert haben, keine Verlustangst erlebt haben, sondern mit Freude in ihre Kindertagesstätte, zu ihren Erzieherinnen und Freunden kommen.

 

 

F

Fortbildung – Studientage - Ferien

 

Wir bieten mehr als eine Aufbewahrung für Kinder – und wollen dies auch künftig tun!

 

Um uns für die Betreuung Ihrer Kinder weiter zu qualifizieren, um unser Wissen zu erweitern und die Praxis zu reflektieren, gibt es für uns verschiedene Formen von Fortbildung:

 

  1. 4x jährlich findet für alle pädagogischen Mitarbeiterinnen eine Fortbildung statt. Diese internen Fortbildungen heißen Studientage.

An Studientagen bleibt die KiTa geschlossen.

  1. Fortbildungen des Kultusministeriums
  2. Fortbildungen des Diakonischen Werkes der Ev.-luth. Landeskirche

Hannovers e. V. Hieran nehmen einzelne Mitarbeiterinnen teil.

 

 

Ferien

 

Alle brauchen Erholung – wir auch!

 

Die KiTa bleibt in den Ferien drei Wochen und zwei Tage geschlossen. Drei Wochen haben wir Urlaub und die zwei Tage nutzen wir, um die Räume der KiTa und das Außengelände herzurichten, sowie das Spielzeug zu putzen und zu desinfizieren.

 

Ebenfalls schließen wir vom 23. Dezember bis einschließlich 6. Januar jeden Jahres.

 

 

G

Geburtstag

 

Ein wichtiger Tag für alle Kinder!

Ein Tag, der gefeiert wird – auch bei uns in der Krippe.

Das Geburtstagskind bekommt eine Geburtstagskrone, die es mit nach Hause nehmen darf, und einen Geburtstagskuchen, der gemeinsam mit allen Kindern in der Krippe gegessen wird.

 

Wenn Sie gern etwas ausgeben möchten, dann freuen wir uns über eine Unterstützung des jeweiligen Geburtstags-Jahres-Projektes. Z.B. sammeln wir für ein neues Fahrrad, brauchen Filzstifte oder veranstalten eine Pflanzaktion und wünschen uns Buchsbäumchen.

Bitte sprechen Sie die Erzieherinnen an!

H

Hatschi!

 

Krankheiten – Bei Erkrankung des Kindes bitten wir um eine kurze Nachricht.

Sollte es sich um eine ansteckende Krankheit handeln, ist der Besuch der Krippe untersagt. Bevor das Kind die Krippe wieder besucht, ist in einigen Fällen eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Bitte fragen Sie die Leiterin.

 

Leider beobachten wir immer wieder, dass Kinder, die noch nicht richtig genesen sind, die Krippe wieder besuchen.

Wir möchten Sie bitten, an die Belastung für Ihr Kind zu denken und an die hohe Ansteckungsgefahr für die anderen Kinder und die Erzieherinnen.

Behalten Sie Ihr Kind bitte zu Hause, bis es wieder so gesund ist, dass es am Geschehen in der Krippe teilnehmen kann.

 

Zum Schutz schwangerer Mitarbeiterinnen und Mütter bitten wir Sie, uns auch bei Erkrankungen anderer Familienmitglieder an Röteln, CMV (Cytomegalie-Virus), Windpocken und Ringelröteln zu benachrichtigen.

 

 

I

Ihre Mitarbeit ist wichtig!

 

Sie wollen das Beste für Ihr Kind ... wir auch!

Tun wir's gemeinsam!

 

Eine Möglichkeit der Eltern – mit – arbeit ist die Arbeit im Elternrat und im KiTa-Beirat. Die Eltern jeder Gruppe wählen jährlich eine Sprecherin / einen Sprecher und eine Stellvertreterin / einen Stellvertreter.

Die Elternsprecher aller Gruppen bilden den Elternrat der KiTa. Vertreter des Elternrates sind wiederum im KiTa-Beirat vertreten. Erzieherinnen und Mitglieder des Kirchenvorstandes gehören ebenfalls zum Beirat.

Im KiTa-Beirat werden alle Angelegenheiten beraten, die die KiTa betreffen. Nähere Informationen finden Sie in den „Richtlinien für Elternrat und KiTa-Beirat“, die im Windfang aushängen.

 

 

 

 

J

Jedoch zwei Dinge sind uns noch wichtig!

 

 

  1. Emmi Pikler- Grundgedanken

 

Emmi Pikler (Kinderärztin in Ungarn 1902-1984) hat schon sehr früh Bahn brechende Änderungen in der Sichtweise von Säuglingen und Kleinstkindern entwickelt.

Ihrer Zeit weit voraus hat sie durch umfangreiche Studien belegt, dass das Kind „Akteur seiner Entwicklung“ ist und hat die enorme Wichtigkeit der verlässlichen Erwachsenen zur Entwicklung von Bindungsqualität belegt.

Dr. Emmi Piklers Umgang mit Kindern ist auf zwei wesentliche Grundthesen gestützt:

 

  1. Die Kinder werden nicht in Haltungspositionen gebracht, die sie von selbst nicht einnehmen können
  2. Bei der Pflege und Nahrungsaufnahme der Babys und Kleinkinder begegnen die Erwachsenen den Kindern besonders ruhig, liebe- und respektvoll. Jeder Handgriff wird dem Kind auch verbal angekündigt und auf das individuelle Tempo des Kindes abgestimmt. Hierbei geht es insbesondere um den Aufbau von Beziehungen sprich Bindungsqualität.

 

Die Qualität der Beziehung während der Pflege ist das wesentliche Element. Die Art und Weise, wie dies geschieht, ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Beziehung zwischen dem Pädagogen und dem Kind und für seine emotionale und soziale Entwicklung und für seine lebenslange Bindungsfähigkeit.

 

 

Die zwei wesentlichen Grundthesen von Emmi Pikler sind für die Tätigkeit unserer Krippenpädagogen maßgeblich.

 

Weitere Ausführungen zu Emmi Pikler können Sie bei den Leiterinnen bekommen.

 

 

  1. Der Snugli-Tragesack

 

Zum Aufbau von Beziehungen zwischen Säugling und Pädagogen bedarf es viel Geborgenheit und Vertrauen. Aus diesem Grund ist eine Idee aus der Schweiz in das Krippenkonzept aufgenommen: Der Snugli-Tragesack .

 

Der Snugli (für Säuglinge bis ca. 7 Monate) bietet einen speziell verstärkten oberen Rand, so dass ein ausgezeichneter Schutz für Kopf und Nacken besteht. Er verhindert mögliche Verletzungen durch abrupte Bewegungen.

Trägt der Erwachsene das Baby im Snugli hat er die Hände frei und kann sich so gleichzeitig auch anderen Kindern oder anderen Tätigkeiten widmen.

 

Für die Arbeit der Pädagogen in der Krippe ist die Förderung der Beziehung zwischen Pädagogen und Kind maßgeblich.

Snugli fördert eine enge emotionale und psychische Bindung zwischen Kind und Bezugsperson, in diesem Fall dem Pädagogen, durch die ständige Nähe des kindlichen Körpers und dem des Pädagogen, durch die gemeinsame Empfindung der Wärme und des Rhythmuses der beiden Körper. Snugli vermittelt dem Säugling das Gefühl des Gehaltenwerdens und größere Ruhe und Sicherheit seitens der Bezugsperson.

Die Pädagogen-Kind-Beziehung wird dadurch, dass das Gesicht des Säuglings im Snugli stets dem Pädagogen zugewandt ist, stark gefördert.

 

Snugli ermöglicht Pädagogen und Kind, sich aufeinander einzustimmen. Die Bedürfnisse des Kindes können so besser wahrgenommen werden. Die durch Snugli vermittelte enge physische Bindung erleichtert die besondere Art der Mitteilung durch die Berührung – eine der ersten und bestentwickelten Mitteilungsmöglichkeiten des Säuglings. Der Pädagoge lernt schnell, die Berührungssignale des Kindes zu erkennen, mit denen es Müdigkeit, Hunger, Schmerz, Spannung etc. ausdrückt.

 

 

K

Kindergemeinschaften

 

In der Kindertagesstätte erleben sich viele Kinder zum ersten Mal in einer größeren Gemeinschaft unter Gleichen, die im Prinzip die selben Rechte und Möglichkeiten haben. Das Leben in der Gruppe ermöglicht den Kindern soziale Erfahrungen, die sie so in der Familie nicht machen können:

Die Kindergemeinschaft ist ... ein Lernort für Demokratie und für die grundlegenden Werte und Normen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.[1]

 

Die Freundschaften zwischen Kindern sind eine notwendige Ergänzung zu der eher „ungleichgewichtigen“ Beziehungs- und Bindungserfahrung zum Erwachsenen.

 

Kinder suchen das Vorbild von Kindern, schließen Freundschaften und erproben eigene Stärken und Schwächen zusammen und in der Auseinandersetzung. Hierfür brauchen sie Spielkameraden und Kameradinnen der gleichen Entwicklungsstufe ebenso wie den Kontakt zu jüngeren und älteren Kindern.

Das Spiel mit anderen Kindern und der Vergleich mit den anderen stärken das eigene Selbstwertgefühl sowie die persönliche Widerstandsfähigkeit (Resilienz).[2]

 

In der Beziehung zu anderen Kindern erleben Kinder Wechselseitigkeit und Austausch auf einer gleichen Ebene. Sie müssen sich einigen, Kompromisse suchen und Konflikte lösen unter „Gleichen“. Sie müssen von sich aus aktiv Kontaktaufnahme betreiben und Beziehungen pflegen, wenn sie die Freundschaft zu einem Kind wünschen.

Dieses sind sehr anspruchsvolle soziale Lernprozesse, die Kinder von Anfang an aus sich heraus aktiv gestalten.

Unsere Aufgabe ist es, diese Kinderbeziehungen zu stützen und ihnen den Raum zu geben, den sie hierfür brauchen. Die Kindergemeinschaft ist für uns ein soziales Gebilde, das der bewussten Gestaltung und Pflege bedarf. Kinder benötigen individuellen Raum für ihre Entwicklung, aber auch gemeinschaftliche Erfahrungen, welche die Gruppenidentität stärken und einen Bezug zu dieser konkreten Gemeinschaft herausbilden. Ebenfalls dazu gehören aber auch gruppenübergreifende Aktivitäten innerhalb der KiTa, Kleingruppen-arbeiten zu bestimmten Projekten und die Ermöglichung von Kinderfreundschaften in und über die eigene Gruppe hinaus.

 

 

L

Lernprozesse

 

Das Kind

Das Kind ist „von Anfang an“ kompetent und stark, in dem Sinne, dass es selber Akteur seiner Erfahrungs- und Lernprozesse sein will. Dieses Phänomen erlebt man im Alltag immer wieder, wenn auch schon ganz junge Kinder in vielfältiger Weise ihren Willen, ihr Interesse und ihre Bedürfnisse zum Ausdruck bringen. Schon sehr kleine Kinder haben einen großen Drang, alles in ihrer Umwelt zu erforschen und hierzu alle ihre Sinne einzusetzen. Um etwas für sich zu verstehen, zu begreifen und in seiner Bedeutung einordnen zu können, entwickeln sie einen starken Eigensinn und eine unermüdliche Eigentätigkeit, bis sie diese „spezifische“ Situation, dieses Objekt, diesen Vorgang, diese Herausforderung für sich zufriedenstellend bewältigt und eingeordnet haben.

In der modernen Kindheitsforschung spricht man in diesem Zusammenhang von dem „aktiv konstruierenden Kind“, dass sich selber die Welt aneignet, Verhaltensmuster entwirft und sich ein Bild, „einen Sinn“, von der Welt macht. Diese Selbsttätigkeit des Kindes wird heute als Grundlage seines Bildungsprozesses, der im Grunde genommen ein Selbstbildungsprozess ist, gesehen.[3]

 

Das kleine Kind erklärt sich die Welt über die Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung erfolgt über die Fernsinne (Augen, Ohren, Nase), die Körperwahrnehmung (Tastsinn, Temperatur und Körpergrenzen) und über die emotionale Wahrnehmung von Beziehungen.[4]

 

Da diese Wahrnehmung von Beginn an ein sehr komplexer innerer Verarbeitungsprozess im kleinen Kind ist, an dem die Sinnesorgane, der Körper, die Gefühle, das Denken und das Gedächtnis mitwirken, schenken wir diesen Wahrnehmungsleistungen der Kinder eine große Aufmerksamkeit.[5]

 

Entscheidend ist, den Kindern vielfältige Wahrnehmungsmöglichkeiten anzubieten durch die Gestaltungs- und Angebotselemente in den Räumen und im Außengelände, sowie durch die pädagogischen Interaktionen der Erwachsenen. Dieser Anspruch ist leitend für uns.

 

Noch ein weitere Aspekt in der „Metapher“ des aktiv seine Welt konstruierenden Kindes ist uns wichtig: Neben dem hier beschriebenen „Forscher- und Entdeckungsbedürfnis“ steht als weiteres wichtiges Antriebsmoment das „Bindungsbedürfnis“[6]. Das Kind benötigt emotionale Zuwendung und soziale Sicherheit als Basis für seine Lernprozesse. Gerade wenn es Verunsicherung und Misserfolge erfährt, braucht es und sucht es die Nähe zu seinen Bezugspersonen. Hier beobachten wir im Alltag das Wechselspiel, dass Kinder im Kontakt und in der Beziehung zu uns versuchen herauszufinden: soviel Freiheit wie möglich du soviel Nähe wie nötig! Dieses Ausbalancieren zwischen Nähe und Distanz erfordert auf der Seite des Erwachsenen eine genaue und gezielte Beobachtung als Voraussetzung für eine angemessene Reaktion auf kindliche Selbständigkeits- und Zuwendungsbedürfnisse. Wir sehen hier im Verhalten der Erzieherin eine wichtige Voraussetzung für die Herausbildung von Identität. Die Entwicklung von Selbstsicherheit und Vertrauen, die Bereitschaft für Offenheit, Neugierde und Mut auf die Welt zu zu gehen, sind Ausdruck dieses gelungenen Balanceaktes zwischen „Freiheit und Nähe“ in der Beziehung des Kindes zu seinen Bezugspersonen.

Die Pädagogen

Im vorangegangenen Abschnitt wurde das Kind als ein „von Anfang an handelndes Kind“ beschrieben, das sich selber durch seine Wahrnehmungen und Handlungen die Welt erschließt. Diese kindliche Eigenleistung ist Grundlage seines Bildungsprozesses. Welche Rolle spielen Pädagoginnen und Pädagogen in diesem Bildungsprozess?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass jede Eigenaktivität des Kindes sich verlieren würde, wenn sie nie auf korrespondierende Antworten des Erwachsenen trifft, die den Forscherdrang des kleinen Kindes neu stimuliert, es ermutigt, es herausfordert und es tröstet, wenn es danach verlangt.

Der Bildungsprozess des kleinen Kindes ist also ohne Erziehung nicht möglich, obwohl Erziehung und Bildung hier deutlich in einem Widerspruch stehen. Das Erziehungsverhalten des Erwachsenen wird immer dann zu einem Problem, im Selbstbildungsprozess des kleinen Kindes, wenn es diesen unterdrückt.

Deshalb verstehen wir unsere Erziehungsaufgabe in diesem Selbstbildungsprozess der Kinder als Unterstützung und Begleitung. Wir fordern die Kinder heraus und unterstützen sie in der Entwicklung ihrer Kräfte, indem wir ihnen „Erfahrungs- und Spielräume“ gestalten, in denen sie aktiv handelnd ihre Erfahrungen machen können. Wir gestalten für sie kontinuierliche Gruppenbezüge, in der sie sozialen Erfahrungen, Freundschaften und gemeinschaftliche Erlebnisse haben.

 

Auch hier gilt (wie in unserem Kita ABC/Konzept) das unausgesprochene Angebot:

 

„Komm, geh´ aus Dir heraus, wage etwas!

Hier ist Spielraum, er gehört Dir, fülle ihn aus!“

 

Wir sind als Erwachsene immer für sie da, wenn sie uns für den nächsten Schritt zur Unterstützung brauchen, wenn sie Trost und Schutz suchen und wenn sie emotionale Zuwendung brauchen.

Wir verfolgen nicht das Ziel, den Kindern „direkt“ Wissen und soziale Werte zu vermitteln, sondern wir schaffen ihnen eine räumliche und soziale Umwelt, in der sie sich soziale Orientierungen, Wissen und Verstehen durch eigenaktive Leistungen erwerben.

 

Diese Verständnis von Erziehung und Bildung ist nur möglich in einem kontinuierlichen Beobachtungsprozess der Kinder, in dem die Pädagogen zu ergründen versuchen, in welche Richtung .ihre nächsten Schritte gehen, welches ihre Lernthemen sind und wo für sie bedeutsame Fragen entstehen. Die Pädagogen wollen den Kindern die Lösungen nicht vorweg nehmen, sondern ihnen Möglichkeiten eröffnen, diese Lösungen selber zu finden.

 

Bildung in der Kleinstkindbetreuung zu ermöglichen und zu fördern ist für Pädagogen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, denn sie haben großen Einfluss in der prägensten und verletzlichsten Phase eines Menschen.

M

Müde?

Ruhepausen/Wahlfreiheit im Tagesrhythmus

Unsere Erfahrung ist, dass Kinder individuell sehr unterschiedliche Bedürfnisse im Wechsel ihrer Aktivitäts- und Ruhephasen am Tag haben. Auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass sie sich selbst beobachten lernen und ihre eigenen Bedürfnisse ausdrücken. Grundsätzlich haben die Kinder hier die Möglichkeit, sich jederzeit in eine Ruheecke zurückziehen zu können. Hierfür planen wir genügend Möglichkeiten auf der Grundlage unseres Raumkonzeptes. Die Schlafenssituation im Alltag einer Krippe ist ein Angebot für alle Kinder, wird aber nicht von allen wahrgenommen. Für die Kinder, die schlafen oder ruhen möchten, wird diese Situation von uns so gestaltet, dass sie entspannt in den Schlaf finden.

 

In den Aktivphasen der Kinder ist es wichtig, dass sie wählen können zwischen Angeboten des Erwachsenen und dem, was sie selber gerade interessiert und als Spiel fesselt. Auch kleine Kinder entwickeln schon einen größeren Bewegungsradius im Haus, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. Wir unterstützen dieses Bedürfnis als Ausdruck von Selbstbestimmung durch die Öffnung der Gruppe zur restlichen Kita, allerdings auch immer in der Einschätzung dessen, was das einzelne Kind für sich an neuen Situationen bewältigen kann.

 

 

N

Nun kann's losgehen!

 

Wir nehmen Kinder ab der achten Lebenswoche bis zum dritten Lebensjahr auf.

Die Altersstruktur und das Verhältnis von Jungen und Mädchen ist ausgeglichen.

 

 

O

Oh wie lecker!

Ernährung/Gestaltung von Essenssituationen

Unsere KiTa hat eine eigene, modern ausgestattete Küche und bietet den Kindern täglich ein frisch zubereitetes, vollwertiges Essen an. Die Kinder bekommen bei uns das Mittag-essen und eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag. Zur Zwischenmahlzeit am Nachmittag wird der Nachtisch vom Mittagessen gereicht, dieser besteht z.B. aus Obst, Milch-produkten und Dienstag ist Müsli-Tag.

Die Kinder erhalten eine ausgewogene Mischkost, mit dem Ziel, die einzelnen Mahlzeiten möglichst abwechslungsreich und geschmackvoll zu gestalten.

 

Dabei halten wir uns an folgende Grundsätze:

 

  1. maximal gibt es 2 x pro Woche Fleisch oder Fisch (kein Schweine- oder Rindfleisch)
  2. täglich frisches Obst und Gemüse
  3. viele Lebensmittel aus Bioanbau
  4. kein Industriezucker

Fällt unsere Köchin aus, werden wir von einem Caterer für Schul- und Kindergartenverpflegung beliefert.

 

Benötigt ihr Kind eine spezielle Diät oder Schonkost, hat es eine Lebensmittelunverträglichkeit oder Allergie? Im Einzelfall, nach Absprache, gibt es die Möglichkeit, dass Sie die Verpflegung selber mitbringen.

 

Jedes Kind hat einen festen Platz, seinen Stammplatz, an dem es alle Mahlzeiten einnimmt.

Die Gestaltung von Essenssituationen birgt die Chance, den Kindern von Anfang an ein sicheres Gefühl für ihre körperlichen Bedürfnisse und für ihr Wohlbefinden zu geben. Entscheidend ist ihre Wahl- und Entscheidungsfreiheit, selber die Menge des Essens und das Maß des Trinkens bestimmen zu können. Dieses soll geschehen in einer entspannten, angenehmen und geselligen Atmosphäre.

Wir legen deshalb großen Wert auf die Gestaltung der Essenssituationen. Das Essen ist schmackhaft zubereitet und wird optisch ansprechend dargeboten. Wollen sie einmal nicht essen, ist dies ebenfalls in Ordnung. Probleme im Essverhalten der Kinder werden mit den Eltern besprochen. Entscheidend für uns ist allerdings, dass Kinder zu keiner Zeit zum Essen gezwungen werden.

Unsere Erfahrung ist, dass Kinder in dieser offenen Essenssituation nach kurzer Zeit ihre Bedürfnisse sehr eigenständig regulieren können.

Gleichzeitig erleben sie hier eine soziale Situation, die Spaß bringt und auf die sie sich freuen.

 

 

P

Papa & Mama

 

Die Eltern übergeben uns für einen Teil des Tages die Verantwortung für ihr Kind. Sie haben die Erwartung und das Recht auf eine gute Betreuung und Förderung für ihr Kind.

Aus vielen Situationen wissen wir, wie schwer diese Übergabesituation für viele Eltern ist und wie groß der Konflikt gerade auch für die Frauen wird, wenn sie ihr kleines Kind, ihren Säugling, übergeben, um ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können.

Eltern sollen wissen, dass es für uns natürlich und verständlich ist, diesen Konflikt zu haben. Sie können mit uns darüber sprechen. Wir erleben es nicht als Misstrauen, sondern als eine normale Reaktion und als Ausdruck der Liebe zu ihrem Kind. Wir wissen, dass diese Situation an den Eingewöhnungsprozess für Eltern und Kind eine besondere Herausforderung stellt.

Wir wollen den Eltern Sicherheit und Vertrauen in dieser Situation geben, dadurch dass sie möglichst viele Informationen über den Alltag ihrer Kinder in der Krippe bekommen und selber an diesem in Absprache mit den Pädagoginnen ihres Kindes teilnehmen können.

 

Entscheidende Orientierung für unsere Zusammenarbeit mit den Eltern ist der Dialog mit ihnen als Partner und Partnerinnen in Fragen, die die Entwicklung des eigenen Kindes betreffen. Hierbei spielt die Förderung des Kindeswohls eine herausragende Rolle. Wichtig ist ein gegenseitiger Informations- und Erfahrungsaustausch als Voraussetzung für das Verstehen, Begleiten und Fördern kindlicher Entwicklungsprozesse.

 

Zweimal pro Jahr findet ein Entwicklungsgespräch zwischen den Eltern und Pädagoginnen statt, welches einen umfassenden Austausch über die Entwicklung des Kindes ermöglicht.

 

 

Q

Qualität

 

Kinder sollen neue Erfahrungen mit sich und ihren Fähigkeiten machen, damit sie Erfahrungen in einen sinnvollen Bezug zu ihrer eigenen Weltwahrnehmung setzen können und Freude an der Aktivität haben.

Wir unterstützen und fördern die Kinder in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung und führen sie an den christlichen Glauben heran.

Oder wie es der Gesetzgeber nennt:

Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Es schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, an der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren.

 

 

Folgende Leitsätze tragen unsere Arbeit mit den Kindern in der Krippe:

 

  1. Eingewöhnung
    Wir bieten Kindern und Eltern eine individuelle Eingewöhnungszeit in einem vereinbarten Rahmen, in der eine sichere emotionale Bindung zu einer festen Bezugsperson aufgebaut wird.
  1. Bringen und Abholen
    Wir gestalten das Bringen und Abholen jedes Kindes bewusst durch eine persönliche Begrüßung bzw. Verabschiedung und nehmen uns Zeit für den Austausch mit den Eltern.
  1. Spielen/Entdecken
    Spielen ist Lernen – deshalb gestalten wir bewusst eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte anregende Spiel- und Erfahrungswelt, in der wir sie als Bezugspersonen in ihrer individuellen Entwicklung begleiten und unterstützen.
  1. Austausch mit dem Kind/Sprachentwicklung
    Wir verstehen die verbalen und nonverbalen Ausdrucksformen jedes Kindes als aktiven Spracherwerb und fördern seine Freude an Ausdruck und Verständigung durch Anregung und Ermutigung.
  1. Essen und Trinken
    Wir ermöglichen den Kindern in einer geeigneten Umgebung und angenehmer Atmosphäre selbstbestimmend und zunehmend selbständig Essen und Trinken als sinnliche und gemeinschaftliche Erfahrung zu erleben.
  1. Schlafen und Ruhen
    Wir bieten den Kindern eine angenehme Atmosphäre in der sie selbstbestimmt und individuell Schlafmöglichkeiten und Ruhezonen finden.
  1. Sauberkeitsentwicklung/Körperpflege
    Wir begleiten Mädchen und Jungen mit einer unterstützenden und anerkennenden Haltung in der Sauberkeitsentwicklung und Entdeckung / Pflege ihres Körpers, so dass sie diese lustvoll und selbstbestimmt erleben können.

 

Um die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich zu sichern, arbeitet die Kita mit dem „Qualitätsmanagement-System Kindertagesstätten QMSK“.

 

R

Raumkonzept

 

Die Gestaltung der Räume für Kinder im Krippenalter hat für die pädagogische Arbeit eine große Bedeutung. Den Kindern sollen möglichst vielfältige Spiel- und Bewegungsräume angeboten werden.

Die Ausstattung in der Einrichtung soll so gestaltet sein, dass sie zu selbstaktivem Handeln, zum Bewegen, zur Gestaltung von Beziehungen, zu konzentriertem Arbeiten und zur Muße einlädt.[7]

 

Zum Hauptraum gibt es Nebenräume, die für Kleingruppenaktivitäten, Rückzugsmöglichkeiten der Kinder und spezifische Schwerpunktsetzung in der heutigen pädagogischen Arbeit unerlässlich sind.

 

Wir haben im Hauptraum zwei Ebenen. Damit gewinnen wir nicht nur zusätzlichen Raum, sondern wir ermöglichen den Kindern in besonderer Weise neue Spiel-, Bewegungs- und Rückzugserfahrungen, die Kinder normalerweise in Räumen nicht vorfinden.

 

Die Kinder in unterschiedlichem Alter können in diesen Bewegungs- und Spiellandschaften in vielfältiger und natürlicher Weise Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen im Krippenalltag machen, die ihnen außerhalb der Krippe meistens nicht möglich sind. Hierzu gehören die grundlegenden Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen des Kletterns, Schaukelns, Rutschens, Laufens, Kriechens, sich Versteckens etc. Sich auf diese Weise „den Raum“ aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar zu machen, ist für Kinder ein aufregendes und spannendes Erlebnis. Hierzu gehört auch die Erfahrung des Ertastens und Erspürens verschiedenster naturbelassener Holzbodenbeläge und Materialien wie Seile, Tücher, Korken, Kastanien, Schaum, Creme etc.

Durch einfühlsames Heranführen insbesondere der jüngeren Kinder, aber auch durch die Chance, Dinge selber zu erforschen und auszuprobieren, beobachten wir eine wachsende motorische Sicherheit des einzelnen Kindes, die sich insgesamt positiv auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

Diese Erfahrungs- und Spielräume haben die Kinder in unserer Einrichtung nicht nur innerhalb des Gebäudes. Dieses Konzept setzt sich fort im Außengelände mit seinen Möglichkeiten, die es für Kinder anbietet oder die wir ihnen gestalten.

 

Unser Außengelände ist ein naturnaher Spiel- und Erfahrungsraum für Kinder. Wir haben dort viele Funktionsecken gestaltet. Funktionsecken sind Bereiche, in denen bestimmte Aktivitäten stattfinden können. Dazu gehören u.a. Sandkiste mit Wasserbereich, Fahrbereich für Dreiräder und Roller, Kriechtunnel, Schaukel, Klettergarten, Rutsche. Kleine Hügel laden dazu ein, immer wieder erneut die eigene Geschicklichkeit auszuprobieren.

Dies fügt sich in unser Konzept, den Kindern wichtige Natur-, Spiel- und Bewegungserfahrungen zu ermöglichen, die insbesondere unter unseren städtischen Lebensbedingungen für Kinder nicht mehr selbstverständlich sind.

Ein Teil des Außengeländes steht nur für die Krippenkinder bereit.

Wir betrachten unsere Kita nicht als „Insel“ im Stadtteil, sondern halten es im Interesse der kindlichen Persönlichkeitsbildung für unerlässlich, den Kindern neue Spiel- und Erfahrungsräume im Stadtteil und in der näheren Umgebung zu erschließen. Hierzu gehören zum Beispiel der Besuch verschiedener Einrichtungen oder der Spielaufenthalt unterschiedlicher Spielplätze ebenso wie das Spielen in naturbelassener Umgebung, das Kennenlernen von Tieren, das Sammeln von Naturmaterialien etc. Spaziergänge und Ausflüge gehören zu unseren regelmäßigen Angeboten.

 

S

Spielen

 

In jeder Kultur ist das Kinderspiel Zuhause, jedes Kind „muss“ spielen. In der Altersgruppe der 0-6 Jährigen kommt dem Spiel die Schlüsselrolle beim Lernen und bei der emotionalen Verarbeitung seiner Erlebnisse zu. Das Spiel vermittelt die kulturellen Werte und Lebensformen der jeweiligen Gesellschaft. Im Spiel erproben Mädchen und Jungen die Handlungsweisen der sie umgebenden Erwachsenen. Sie nehmen sich als Vorbild, was sie in ihrer Umgebung erleben, machen es nach, ohne den moralischen Wert der Handlung zu beurteilen.

 

Heute haben nur wenige Kinder die Gelegenheit, z. B. die Arbeitsprozesse der Erwachsenen unmittelbar mitzuerleben. Kinder verarbeiten im Spiel heute immer mehr auch die Eindrücke aus Fernsehen und Video/DVD. Das Allerwichtigste in der Umgebung des Kindes sind tätige Erwachsene, die selbst sinnvolle, zum Leben gehörende Tätigkeiten ausüben.

 

Kinder spielen aus eigenem Antrieb, sie konstruieren und rekonstruieren im Spiel soziale Beziehungen, sie schaffen sich die passenden Bedingungen und verhalten sich so, als wäre das Spiel Wirklichkeit. Das Phänomen des freien Spiels ist seine Zweckmäßigkeit. Gleichwohl verläuft das Spiel nicht willkürlich, sondern beim genauen Beobachten erkennt man gestaltende Faktoren und einen in sich geordneten Ablauf. Mit ihrer Phantasie und all ihren körperlichen und geistigen Kräften gestalten Kinder im Spiel die Welt nach ihren Vorstellungen, sie erproben Stärken und Schwächen und sie setzen sich mit Rollen auseinander - freiwillig und mit Spaß, mit Versuch und Irrtum und ohne Angst, denn das Spiel kann von ihnen selbst jederzeit verändert oder abgebrochen werden. Wesentlich für das Spiel ist die Handlung, nicht das Ergebnis.

 

Kinder spielen allein und mit anderen Kindern zusammen: Die Spielart kann sich ständig wandeln – von einer kleineren zur größeren Gruppe, von der Einzeltätigkeit ins Rollenspiel. Spiele sind die tätige Auseinandersetzung des Kindes mit seiner inneren und äußeren Umwelt und ein „Begreifen“ von Zusammenhängen mit allen Sinnen.: Ein Kind im frühesten Lebensalter kommt vom Greifen des Spielzeugs über das Ausprobieren zu einem Verstehen der elementaren physikalischen Gesetze (z. B. der Schwerkraft) bis hin zum Konstruktionsspiel (z. B. Erbauen von Buden, eines Bergwerks etc.). Um zum Begriff des Denkens zu kommen, muss ein Begreifen im Physisch-Sinnlichen vorausgehen – also vom Greifen zum Begreifen. Eine andere Form des Spiels ist das Verwandlungs- bzw. das Rollenspiel, Gefühle, Sprache und Phantasie stehen hier im Vordergrund.

 

Es ist nicht der Sinn des Spieles, ein bestimmtes Ergebnis hervorzubringen. Es erprobt aber gleichsam als „Nebenprodukt“ verschiedene Fähigkeiten, wie die sinnliche Wahrnehmung, die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik sowie Sorgfalt, Interesse, Konzentration, Problembewältigung, Ausdauer, Rücksicht, Geduld und vieles mehr. Das Kind benötigt zum Spielen Zeit und eine vertraute Umgebung, in der es sich sicher fühlt[8].

T

Tagesablauf

 

Frühdienst

7.00 – 8.00 Uhr

Begrüßung der Kinder

  • Individuelle Einspielphase

8:00 – 9:00 Uhr

 

Gemeinsamer Morgenkreis

9.00 – 9.15 Uhr

Spielphase

  • Kreativangebote
  • Wickelrituale
  • Bewegungsangebote (drinnen + draußen)
  • Spaziergänge im Freien

9.15 – 10.45 Uhr

 

Wasch-, Toiletten- und Wickelrituale

10.45 – 11.00 Uhr

Mittagessen

11.00 – 11.30 Uhr

„Fertigmachen“ zum Schlafe

  • Waschen
  • Angeleitetes Ausziehen
  • Schlafengehen

Für die Kinder, die nicht schlafen:

Gezielte Angebote / Freispiel

11.30 – 12.00 Uhr

Aufstehen

13.30 – 14.30 Uhr

Nachmittags-Imbiss

14.30 – 15.00 Uhr

Spielen im Freien

  • Freispiel
  • Gezielte Angebote
  • Abholphase

15.00 – 16.00 Uhr

 

Die Reihenfolge des Tagesablaufs ist die „Uhr“ der Kinder. Die Zeitangaben sind nur eine ungefährer Richtwert für die Erwachsenen.

U

Unsere Kosten

 

Die Lebenslust Ihrer Kinder ist mit Geld nicht zu bezahlen -

ein Platz in unserer Mitte schon!

 

Genaue Zahlen entnehmen Sie bitte unserer Benutzungs-und Beitragsordnung.

 

Pro Jahr sammeln wir zusätzlich 20 € für die Elternkasse ein.

Mit dem Geld wird folgendes finanziert:

  1. 1x wöchentlich frisches Obst, Getreide, Nüsse, Rosinen etc. für den Müsli-Tag
  2. Osterfrühstück, Weihnachtsfeiern
  3. Lebensmittel für die hauswirtschaftlichen Themenangebote mit den Kindern (Koch- und Backangebote)
  4. besondere Materialien für die Kinder/ Geschenke für die Familien
  5. Geburtstagskuchen für alle Kinder

 

 

V

Vorbereitungen auf den Start in der Krippe

 

Um die Eingewöhnungszeit für Ihr Kind und Sie optimal zu gestalten, sollte diese Zeit nicht zu kurz vor oder parallel zum Wiedereintritt in die Berufstätigkeit der, das Kind beteuernden Person liegen. Den zeitlichen Druck, der zum Beispiel der Mutter im Nacken sitzt, spürt das Kleinkind ganz genau. In der Vergangenheit beobachteten wir, dass ausgerechnet dann, wenn es schnell gehen sollte, die Kinder ungewöhnlich lange für ihre Eingewöhnung brauchten.

 

Planen Sie keine längere Reise während der Eingewöhnungsphase. Kleinkinder brauchen vor allem Kontinuität, um sich an eine neue Person vertrauensvoll zu binden.

 

Parallel zur Eingewöhnungszeit sollten keine größeren Veränderungen in der Familie stattfinden, da die Eingewöhnungszeit selbst schon eine große Herausforderung für Ihr Kind ist. Die Bewältigung der vielen neuen Eindrücke fordert vom Kind bereits einen großen Teil seiner Aufnahmekapazität. Bei zusätzlichen familiären Veränderungen, seien sie aus Sicht der Erwachsenen noch so klein, kann sich dies als zusätzlicher Stressfaktor für das Kind darstellen und erschwert dem Kind den Einstieg in die Krippe. Nach Möglichkeit sind also das Umgestalten des Kinderzimmers, eine neues Bett oder gar ein Umzug zu verschieben.

 

Das Risiko an einer Allergie zu erkranken sinkt deutlich, wenn ein Kind die Krippe besucht hat. Dies liegt daran, dass sich sein Immunsystem sehr früh mit diversen Erregern auseinander setzt. Diese positive Langzeitwirkung hat allerdings den natürlichen Nebeneffekt, dass die Kinder, insbesondere in den ersten Monaten häufig erkranken.

 

Erkrankt das Kind kurz vor der Eingewöhnungszeit, ist es ratsam, die Krankheit komplett auszukurieren und eventuell die Eingewöhnungszeit etwas zu verschieben.

 

In der Eingewöhnungszeit müssen die Kinder viele neue Eindrücke verarbeite. Deshalb ist es hilfreich, wenn keine anstrengenden Nachmittagstermine, wie z. B. Turnen, Krabbelgruppen o.ä. geplant werden. Hierzu gehört auch, dass die Kinder in der ersten Zeit ausschlafen sollen und nicht „aus dem Schlaf gerissen werden“, um pünktlich im Kindergarten zu sein. Ein nicht ausgeschlafenes Kind kann neue Eindrücke/Erfahrungen schlecht verarbeiten.

 

Wenn irgend möglich, sollte das Kind die ersten Wochen nach der Eingewöhnungszeit nicht die ganzen 8 Stunden in der Kindertagesstätte verbringen.

 

Hilfreich ist es auch, wenn dem Kind der Kindergarten schon ein Begriff ist und es sich eventuell schon beim Aufnahmegespräch/Schnuppertag ein „kleines Bild“ machen konnte.

 

Wie ein „kleiner Seismograph“ erkennt das Kind schon bald, was die Eltern im Hinblick auf die Krippe bewegt. Daher ist eine positive Haltung nicht zu unterschätzen, da sie dem Kind schon lange im Vorfeld Zuversicht mit auf den Weg gibt.

 

Verletzungen

 

Leider gibt es hin und wieder Verletzungen beim Spielen. Meist sind es zum Glück nur kleine Vorfälle.

Bei größeren Verletzungen nehmen wir telefonisch Kontakt zu Ihnen auf und bitten Sie, mit Ihrem Kind zum Arzt zu fahren.

Sollten wir Sie nicht erreichen, fahren wir mit dem Krankenwagen zu einem Unfallarzt.

 

 

W

Wickeln / Körperpflege / An- und Ausziehen

 

Für Kinder im Krippenalter haben Erfahrungen mit Pflege- und Wickelsituationen eine hohe sozial-emotionale Bedeutung. Die Zugewandtheit des Erwachsenen in der Wickelsituation und das Gefühl für die Akzeptanz der kindlichen Intimität, sind wichtige Orientierungen im Kontakt zu Kindern.

Kinder entscheiden ungefähr zum Ende des zweiten Lebensjahres für sich, wann sie statt der Windel die Toilette benutzen möchten. Mit der Sicherheit, diese Entscheidung selber treffen zu können, sind sie fähig, auf die Signale ihres Körpers zu achten und entsprechend zu reagieren. Wir beobachten die Kinder in dieser Phase ihrer Reinlichkeitsentwicklung aufmerksam und unterstützen und begleiten ihre Entscheidung, ohne die Windel auszukommen. In allen Körperpflegesituationen, sowie beim An- oder Ausziehen von Kleidungsstücken gilt für uns das Prinzip, dass das Bedürfnis von Kindern, diese Dinge selbständig zu tun, geachtet wird. Unsere Hilfestellung erfolgt, wenn die Kinder dieses wünschen.

 

Feuchttücher und Windeln bringen Sie bitte von Zuhause mit.

 

 

X,Y,Z

Zehn Regeln für die Eingewöhnung

 

  1. Richten Sie sich schon im Vorfeld auf einen angemessen langen Zeitraum für die Eingewöhnungsphase ein. Jeglicher Zeitdruck verunsichert Ihr Kind und zögert den Prozess hinaus.

 

  1. Gehen Sie mit Ihrem Kind nach Hause, bevor es zu müde wird um weiter zu spielen.

 

  1. Entscheiden Sie sich – wenn möglich – für 1 Begleitperson, da ein häufiger Wechsel an Bezugspersonen in der Eingewöhnungsphase Ihr Kind verunsichern könnte.
    Es ist aber auch möglich, für jede der ca. 3 Eingewöhnungswochen eine andere Begleitperson auszuwählen, auch die Großeltern können z.B. eine Woche übernehmen. Sie sollten aber dann auch die ganze Woche Zeit haben.

 

  1. Sitzen Sie einfach ruhig in einer Spielecke oder auf dem grünen Sofa und beobachten Sie Ihr Kind. Strahlen auch Sie Freude, Geduld und Zuversicht aus. Ihr Kind achtet verstärkt auf Ihre Ausstrahlung.

 

  1. Üben Sie sich in „aktiver Zurückhaltung“. Vielleicht haben Sie Lust, ein Buch zu lesen!? Bitte spielen Sie nicht mit den anderen Kindern. Ihr Kind kann sich dann nicht auf das Spielen und die Erzieherinnen konzentrieren, sondern beobachtet, was Sie tun.

 

  1. Wenn Sie sich verabschiedet haben, verlassen Sie bitte zügig den Gruppenraum. Sie verkürzen damit den Trennungsschmerz und erleichtern Ihrem Kind den Abschied.

 

  1. Wenn Ihr Kind die verabredete Zeit ohne Sie im Gruppenraum gespielt hat, loben Sie es ausdrücklich (dabei ist es unerheblich, ob es sich um 10 Minuten oder den ganzen Vormittag handelt).

 

  1. Vertraute Sachen wie Schnuller, Schmusetuch oder Spielzeug sind bei uns erwünscht, da sie den Übergang erheblich erleichtern.

 

  1. Montags nie! Alle Neuerungen (Früh- oder Spätdienste usw.), die im Krippenalltag eingeführt werden, sollten niemals unmittelbar nach einem Wochenende, den Ferien oder einer Krankheitspause begonnen werden.

 

  1. Informieren Sie uns gleich morgens über eine eventuelle Einschränkung des Wohlbefindens, um angemessen zu reagieren (Zahnen, Schlafprobleme, Impfreaktionen etc.).
    In den ersten Wochen ist es sehr wichtig, dass Sie telefonisch immer erreichbar sind.

 

 

 

LAST BUT NOT LEAST ...

... DIE MITARBEITERINNEN

 

Leiterin Elisabeth Ritter

 

 

Stellvertretende Leiterin Piroschka Kaal

 

Stammbetreuerinnen der Krippenkinder Claudia Brandl

Bärbel Woywod

Susann Schütze

 

Vertretungskräfte Angelika Philipp

Heike Kraßmann

 

 

Urlaubs- und Krankheitsvertretung übernehmen die Mitarbeiterinnen für ihre Kolleginnen mit.

 

Um das leibliche Wohl kümmert sich unsere Köchin Elke Kröcher.

Monika Kramer und Brigitte Knöll sorgen dafür, dass wir jeden Morgen eine blitzsaubere KiTa vorfinden.

Michael Naylor, unser Hausmeister, ist für die Reparaturen und die Pflege der Außenanlagen verantwortlich.

 

[1] Quelle: Orientierungsplan für Bildung und Erziehung

[2] Quelle: Orientierungsplan für Bildung und Erziehung

[3] H.J. Laewen, Bildung in Kindertageseinrichtungen, aus „Auf dem Weg zu einem Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen“, 1998, S. 7

[4] G.E. Schäfer, „Frühkindliche Bildung als Bildung sinnlicher Erfahrung“, ebd. S. 26-27.

[5] Vgl. G.E. Schäfer, „Frühkindliche Bildungsprozesse“ in: Neue Sammlung, Heft 2, 1999, S. 20

[6] H.J. Laewen, a.a.O., S. 8.

[7] Quell: Orientierungsplan für Bildung und Erziehung

[8] Quelle: Orientierungsplan für Bildung und Erziehung